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Maun

Das Tor zum Okavango Delta

Maun ist die Hauptstadt des North West Distrikts (Ngamiland) und liegt im nördlichen Botswana am südöstlichen Rand des Okavangobeckens.

Gegründet wurde Maun im Jahr 1915 und war Hauptstadt des Batawana-Stammes. Zugleich war Maun ein bedeutender Versorgungsstützpunkt für die benachbarten Rinderzüchter. Auch Jäger hatten hier einen wichtigen Ausgangspunkt. Anfang der 1990er Jahre erfuhr der Tourismus in Botswana eine rasante Entwicklung und mit der Fertigstellung der Teerstraße von Nata hat sich Maun dieser Entwicklung angeschlossen.

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Die Stadt liegt in breiter Ausdehnung am Thamalakane Fluß. Das Landschaftsbild rund um Maun ist noch von der Kalahari bestimmt, da die feuchten und fruchtbaren Gebiete des Okavango Deltas einige Kilometer weiter nördlich beginnen.

Bei der Stadt Maun handelt es sich um eine sog. Streusiedlung mit rund 30.000 Einwohnern, da die Stadt keinen eigentlichen Stadtkern besitzt. Das Stadtzentrum wird vom Flughafen dominiert, von Riley´s Hotel, den Büros zahlreicher Reiseveranstalter und Geschäften. Ansonsten bestimmen einfache Hütten und Häuser das Straßenbild. Maun ist auch ein Knotenpunkt des Straßennetzes im nördlichen Botswana, es gibt zahlreiche Busverbindungen z.B. nach Francistown und Garbarone.

Maun als Safarihauptstadt

Maun ist der Ausgangspunkt für Touren in das Okavango Delta und lebt damit im Wesentlichen vom Okavango-Tourismus. Viele Touristen verlassen den Flughafen erst gar nicht, sondern steuern per Kleinflugzeug ihr Ziel im Delta an. Eine Vielzahl erfahrener Buschpiloten steht bereit, um die Besucher an ihr Ziel zu bringen, da viele Camps sehr entlegen und schwer erreichbar sind. Von Maun aus werden auch der Chobe National Park, das Moremi Game Reserve sowie die Central Kalahari Region angeflogen. So herrscht rund um den Flughafen eine rege Betriebsamkeit.

Neben den vielen Safari-Flügen gibt es noch weitere Aktivitäten in Maun:

  • Das Maun Environmental Educational Centre (oder Maun Educational Park) soll das Verständnis für den Wildnis und die Wildtiere wecken. Hier kann man Lechwe, Gnus, Impalas, Zebras, Giraffen, Warzenschweine und andere Tiere beobachten.
  • Auf der Krokodilfarm kann man Krokodile von enormer Größe bestaunen, die man in freier Wildbahn nur selten antrifft bzw. zu Gesicht bekommt.
  • Das Nhabe Museum ist in einem ehemaligen Gebäude des britischen Militärs untergebracht. Es ist auch das einzige Museum im Nordwesten Botswanas, hier wird die Natur- und kulturelle Geschichte der Okavango Region dargestellt.