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Chobe Region

Chobe Nationalpark

Der Chobe Nationalpark liegt im Nordosten Botswanas und wird im Norden vom Chobefluss begrenzt, der von Angola kommend erst Kwando und dann Linyanti heißt. Der Park erstreckt sich mit einer Gesamtfläche von rund 10.600 km² nach Süden und berührt im Südwesten mit einem kleinen Abschnitt von etwa 60 km den östlichsten Teil des Moremi Wildparkes.

Kurze Geschichte des Chobe Nationalparks

Bereits 1931 entstand die Idee eines geschützten Wildreservates. Bereits 1932 wurden daraufhin 24.000 km² mit einem Jagdverbot deklariert und 1933 das Gebiet auf über 31.000 km² erweitert. Durch den bestehenden extrem heftigen Tse-Tse-Fliegenbefall wurde das Vorhaben jedoch nicht weiter verfolgt und erst 1957 wurden aus dem ursprünglichen Gebiet 21.000 km² als Wildreservat deklariert. 1960 wurde die Fläche weiter reduziert und als Chobe Wildreservat erklärt.

Der Chobe erhielt im Jahr 1967 den Nationalparkstatus und war damit der erste Nationalpark in Botswana. Ursprünglich war der Park aber viel kleiner, es gab auch eine Siedlung darin. Durch Verlagerung der Besiedlung und Erweiterungen in den Jahren 1980/87 erreichte der Chobe seine heutige Größe.

Karte

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Steckbrief

Typ
Nationalpark
Quartier
Verschiedene Lodges und Camps
Camping
Sehr viele Campingplätze
Lage
Chobe Region
Aktivitäten
Pirschfahrten
Proklamiert
1967
Reisezeit
Beste Reisezeit: Mai - Oktober
Tiere
Elefanten, Büffel, Löwe, Leopard, Gepard, Zebra, ...

Regionen des Chobe Nationalparks

Das gesamte Parkgebiet ist flach, sandig und zum Teil auch sumpfig. Zwischen April und Oktober, in der Trockenzeit, ist ein Besuch des Chobe Nationalparks am besten möglich.

Am bekanntesten und von Touristen am meisten befahren ist die Chobe Waterfront im nördlichen Teil des Chobe. Hohe tropische Bäume geben Schatten für zahlreiche Wildtiere. Weiter südwestlich in der Region um Linyanti gibt es Sumpfgebiete – das „kleine Okavangodelta“ ist für Abgeschiedenheit und exklusiveren Tourismus bekannt. Die Region um Savute ist berühmt für Elefanten jagende Löwen, in der Trockenzeit müssen die Tiere an den Wasserlöchern trinken, smit sind Sichtungen von Wildtieren garantiert. 

Wildbestand des Chobe Nationalparks

Der Wildbestand im Chobe ist immens. Von allen Wildreservaten im südlichen Afrika hat es den höchsten Wildbestand. Vor allem die Elefantenpopulation stellt mit über 50.000 bis 70.000 (die Angaben schwanken) Exemplaren eine ernste Gefahr für die Ökologie des Wildparkes dar. Der Chobe kann eigentlich nur 25.000 Elefanten unbeschadet verkraften. Deshalb werden in nächster Zeit sicher Abschüsse den Bestand dezimieren, da Verlagerungen der Elefanten in andere Gebiete wegen der dort auch hohen Bestände nicht in Frage kommen. Dabei gibt es allerdings das Problem, dass die Abschüsse nur Herdenweise erfolgen können, da sonst die nicht getöteten Dickhäuter beim Anblick von Menschen für lange Zeit sehr aggressiv regieren.

Neben den viele Elefanten gibt es im Park auch große Herden von Zebras und Gnus, unzählige Antilopen, viele Raubkatzen und Hyänen. An den Flüssen gibt es natürlich Flusspferde, Krokodile, Büffel und vieles mehr. Mehr als 440 Vogelarten beherbergt der Chobe Nationalpark außerdem. 

Infrastruktur des Chobe Nationalparks

Wie in den meisten Wildreservaten gibt es keine befestigten Straßen, so dass der Einsatz von Geländewagen mit Mitführung sämtlicher Versorgung notwendig ist. Nur mit 4x4 Geländewagen ist das Pistennetz im Chobe Nationalpark ganzjährig befahrbar. Wie auch im Okavango-Delta und dem Moremi Nationalpark ist hier Malariagebiet und entsprechende Vorsorge zu treffen.

Rund um Kasane gibt es viele, teils luxuriöse Lodges. Aber auch im gesamten Nationalpark gibt es gut ausgestattete Bush-Camps geben; insgesamt ist die touristische Infrastruktur sehr gut. Wer in der Gegend von Kasane Station macht, hat auch nur etwa 70 km zu den Victoriafällen zurückzulegen.

Es ist vorgesehen, den Chobe Nationalpark in die geplante „Kavango-Zambezi Transfrontier Conservation Area“ einzugliedern. Dieses riesige 350.000 km² große Gebiet, welches zusammen von Botswana, Sambia, Simbabwe, Namibia und Angola realisiert werden soll und Bemühungen dazu schon seit 2003 im Gange sind, soll den Schutz der Tiere –besonders der Elefanten- weiter verbessern und auch zur Verbesserung des Tourismus dienen. So soll z.B. ein spezielles Parkvisum geschaffen werden, womit Touristen von jeder Seite des Parkes einreisen können.